Stromspartipps von TarifeGuenstig.eu

Wird ein neuer Stromzähler beim Stromanbieterwechsel benötigt?
Grundsätzlich wird kein neuer Stromzähler bei einem Stromanbieterwechsel benötigt. Lediglich die Nummer des Zählers sowie der aktuelle Zählerstand müssen dem neuen Anbieter mitgeteilt werden.

Wird bei einem Anbieterwechsel ein neuer Stromzähler eingebaut?
Nein, der neue Stromanbieter kann selbstverständlich auch mit dem vorhandenen Zähler, der Zählernummer und dem aktuellen Zählerstand arbeiten. Entscheidet sich der Kunde allerdings für einen der neuen sogenannten intelligenten Stromzähler, mit denen eine Energieverbrauchskontrolle im Internet möglich ist, so wird der Neueinbau notwendig.

Wie muss der vorherige Stromanbieter über den Anbieterwechsel informiert werden?
Der alte Stromanbieter wird normalerweise von dem ihm folgenden neuen Anbieter informiert. Der Stromkunde muss selber keinerlei Initiative übernehmen.

Wird ein gesonderter Vertragsabschluss notwendig, wenn ein anderer Stromanbieter gewählt wird?
Normalerweise ist kein separater Vertragsabschluss notwendig, wenn man sich für einen neuen Stromanbieter entscheidet und zu diesem wechselt. Allerdings gibt es immer mehr Anbieter, die verschiedene Vertragsmöglichkeiten anbieten, die unter Umständen mit Strompreisgarantien verknüpft sein können. In diesen Fällen verpflichtet man sich mittels eines Vertrags, für eine gewisse Zeit Kunde des Energieanbieters zu bleiben.

Muss der Vermieter über einen Stromanbieterwechsel des Mieters informiert werden?
Ein Vermieter muss nicht über den Stromanbieter seines Mieters informiert werden. Dies ist eine persönliche Entscheidung des Mieters unabhängig von seinem Mietvertrag.

Stromspartipps

Bei den heutigen Strompreisen sollte man sich schon Gedanken darüber machen, wie man effektiv mit dem Strom, aber auch mit den eigenen Geld umgehen kann. Der einfachste Weg ist der, alte Geräte, die sogenannten Stromfresser nach Möglichkeit durch neue, stromsparende Geräte zu ersetzen. Aber auch die persönlichen Gewohnheiten können uns teuer zu stehen kommen, wenn man zum Beispiel in ein anderes Zimmer geht und im vorigen das Licht brennen lässt. Kommt man längere Zeit nicht wieder in das Zimmer, so vergeudet man den Strom unnütz. Also lieber das Licht löschen und so sparen.

Im Bezug auf das Thema Licht sollte man auch seine Lampen einmal kontrollieren. Wäre es möglich, mehr Energiesparlampen einzusetzen, um auf diesem Weg Stromkosten zu sparen? Es gibt heutzutage eine Reihe guter Energiesparlampen, die auch ein helles, aber auch gemütliches Licht verbreiten. Für die Hausfrau und den Hausmann ist das Thema Wäsche auch sehr interessant. In den meisten Haushalten gibt es auch einen Wäschetrockner zu der Waschmaschine. Der kluge Verbraucher weiß es allerdings schon, dass beide Geräte optimal ausgenutzt werden sollten, das heißt, dass man wegen zweier Hemden noch keine Waschmaschine benutzen muss. Im Sommer wäre es auch möglich, auf den Wäschetrockner ganz zu verzichten. Ebenso könnte man den Geschirrspüler nur benutzen, wenn er richtig ausgelastet ist. Die Tasse vom Kaffee zwischendurch kann man schnell so abwaschen, ohne Unmengen von Wasser und Strom zu verbrauchen. Regelmäßiges Abtauen von Kühl- und Gefriergeräten senkt den Stromverbrauch auch enorm, denn der gewünschte Kältegrad wird bei eisfreien Geräten schneller erreicht, als wenn sich im Gerät schon eine dicke Eiskruste befindet. Die Kühlzeit dauert länger und es wird mehr Strom verbraucht als notwendig.

Noch ein Wort zu den Fernsehgeräten, DVD-Rekordern und Receivern. Sie alle haben eines gemeinsam, sie werden zu einem gemütlichen Fernsehabend gebraucht. Was passiert aber, wenn der Abend zu Ende ist? Man schaltet die Geräte nicht ganz aus, sondern sie bleiben im Standby-Modus und fressen ganz heimlich Abend für Abend unseren Strom.

Stromspartipps 1: Energieeffiziente Geräte anschaffen

Schon beim Kauf von neuen Elektrogeräten sollte man auf deren Energieverbrauch achten. Denn im Gegensatz zu den einmaligen Kosten eines neuen Geräts, belasten hohe Stromkosten die Haushaltskasse auf Dauer. Energieeffiziente Geräte sind mit einem Etikett versehen, das den Energiebedarf in verschiedenen Energieverbrauchsklassen angibt. Einzelne, besonders effiziente Gerätegruppen sind mit dem Blauen Engel, EU-Umweltzeichen, Energy Star oder TCO-Prüfzeichen gekennzeichnet. Eine Einkaufshilfe bietet der Elektrogeräte-Check des Umweltbundesamtes.

Stromspartipps 2: Bye Bye Glühlampen!

Energiesparlampen verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen. Eine Energiesparlampe mit 11 Watt liefert fast die gleiche Lichtmenge wie eine herkömmliche Glühlampe mit 60 Watt. Zudem liegt die durchschnittliche Lebensdauer von hochwertigen Energiesparlampen bei 8.000 bis 12.000 Stunden, das sind 8 bis 12 Mal so viele Stunden wie bei vergleichbaren konventionellen Glühlampen. Der Wechsel lohnt sich demnach nicht nur aus Umwelt-Gesichtspunkten, sondern auch in finanzieller Hinsicht: Ein durchschnittlicher Haushalt ist in der Lage, allein durch den Umstieg auf Energiesparlampen 50-170 € an Stromkosten einzusparen. Der Lampen-Ratgeber hilft bei Auswahl und Einkauf.

Stromspartipps 3: Stromräuber aufspüren

Eine zunehmende Zahl von Elektrogeräten verbraucht Strom auch in Zeitspannen, in denen sie ihre eigentliche Funktion gar nicht erfüllen. So entstehen Leerlaufverluste, die sich allein in Deutschland zu einer Summe von 4 Mrd. Euro addieren lassen. Dabei handelt es sich um Geräte, die scheinbar ausgeschaltet sind, jedoch immer noch Strom ziehen, sich im Stand-by-Betrieb befinden oder so lange Strom verbrauchen wie sie sich in der Steckdose befinden. Allein ein auf Stand-by gestellter DVD-Player kann eine Leistungsaufnahme von 15 Watt haben, was über das Jahr betrachtet Stromkosten von 21,90 Euro verursacht. Stromräuber können durch Energiekostenmonitore aufgespürt werden und sollten für die Zeit, in der sie nicht im Gebrauch sind, vom Stromnetz getrennt werden. Dies kann durch abschaltbare Steckerleisten oder durch einfaches Steckerziehen erfolgen.

Stromspartipps 4: Energie aus der Konserve

Batterien machen unabhängig von der Steckdose. Allerdings werden für deren Herstellung große Mengen an Energie und Rohstoffen benötigt sowie oftmals für Menschen und Natur giftige Schwermetalle, wie beispielsweise Quecksilber und Cadmium. Umweltfreundlicher und auf lange Sicht erheblich billiger sind aufladbare Alkali-/Mangan-Batterien und Akkus. Dennoch sollte man versuchen, so weit wie möglich auf batteriebetriebene Geräte zu verzichten. Einige Geräte, wie Taschenrechner oder Uhren, sind inzwischen mit Solarzellen ausgestattet, was die Nutzung von Batterien überflüssig macht.

Stromspartipps 5: Energieeffizientes Kühlen

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes in Ihrem Haushalt. Um Energie zu sparen, sollten diese möglichst in ungeheizten Räumen und nicht neben anderen Wärmequellen, wie Heizkörpern, oder in direkter Sonneneinstrahlung aufgestellt werden. Lassen Sie erhitzte Lebensmittel erst abkühlen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen oder einfrieren. Eine gute Übersicht in den Kühl- und Gefriergeräten beugt zudem langem Suchen vor und verhindert, dass die Tür lange geöffnet bleibt und dadurch warme und feuchte Luft in das Gerät gelangt. Der Online-Ratgeber KühlCheck hilft Ihnen, den Energieverbrauch Ihres Kühl- oder Gefriergerätes zu ermitteln und ein sparsames neues Gerät auszuwählen.

Stromspartipps 6: Strom sparen beim Wäschewaschen und -trocknen

Waschmaschinen sollten immer möglichst voll beladen betrieben werden. Ein Waschgang bei 40 °C, was als Temperatur für normal verschmutzte Wäsche völlig ausreichend ist, bringt etwa 50% Energieeinsparung gegenüber dem 60 °C-Waschprogramm mit sich. Für das Trocknen der Wäsche ist die Wäscheleine dem Wäschetrockner vorzuziehen, wenn ein geeigneter, gut belüfteter Raum (z.B. Trockenboden oder Keller) verfügbar ist oder, noch besser, die Wäsche im Freien trocknen kann. Bei der Auswahl einer sparsamen Waschmaschine oder eines Wäschetrockners hilft Ihnen der ElektrogeräteCheck .

Stromspartipps 7: Rüsten Sie ab: Für Texte, Internet und E-Mail brauchen Sie keinen Hochleistungs-PC

Weniger leistungsstarke Computer und damit auch preisgünstigere Geräte reichen für viele Anwendungen völlig aus. Zum Vergleich: Ein „Gamer-PC” für aufwändige Spiele kann bis zu 767 Kilowattstunden pro Jahr benötigen und damit rund 151 Euro Stromkosten verursachen, ein sparsamer Multimedia-PC kommt auf nur 88 Kilowattstunden und rund 17 Euro.

Stromspartipps 8: Platzsparer mit wenig Energieverbrauch: Der Laptop

Eine Alternative zum PC sind Laptops. Sie eignen sich nicht nur für unterwegs, sondern durchaus auch für zu Hause. Gegenüber einem Desktop-PC mit Bildschirm verbraucht ein Laptop durchschnittlich rund 70 Prozent weniger Strom bei vergleichbarer Ausstattung und Leistung und ist darüber hinaus noch wesentlich platzsparender, leichter und flexibler: Vom Schreibtisch in die Küche, von der Küche ins Bett – mit dem Laptop auf den Knien wird die ganze Wohnung zum Büro. Laptops enthalten gegenüber einem PC auch viel weniger Kunststoff, Glas und teure Edelmetalle. So werden wertvolle Rohstoffe eingespart.

Stromspartipps 9: Nutzen Sie das Energiesparmanagement Ihres Computers

So wechselt der PC bei Inaktivität automatisch in einen Schlaf- oder Energiesparmodus. Statt 80 Watt im Betriebszustand braucht er im Stand-by dann nur 1 - 4 Watt. Unter dem Menüpunkt „Energieoptionen” in der Systemsteuerung (Windows) können Sie die Energiespareinstellung individuell anpassen. Sie können frei wählen, wann Monitor und Rechner in den Stand-by-Modus schalten. So sparen Sie bis zu 60 Euro pro Jahr.

Stromspartipps 10: Verzichten Sie auf Bildschirmschoner

Bei modernen Monitoren sind Bildschirmschoner unnötig. Sie verbrauchen mehr Strom, als wenn der Monitor in den Ruhezustand versetzt (oder „bei Inaktivität einfach abgeblendet”) wird. Weiterhin lässt sich Strom durch Regelung der Helligkeit des Monitors sparen. Statt 30 Watt bei voller Helligkeit, lässt sich dieser Wert an Plätzen ohne direkte Sonneneinstrahlung auf 20 Watt reduzieren.

Stromspartipps 11: Gehen Sie sparsam mit dem Ausdrucken von Dokumenten um

Am besten drucken Sie nur das, was Sie wirklich in Papierform benötigen, und das standardmäßig doppelseitig und auf Recyclingpapier. Doppelseitiges Drucken können Sie in den erweiterten Druckereinstellungen zum Standard machen. Sehr viel Toner oder Tinte können Sie sparen, wenn Sie den Entwurfsmodus oder vergleichbare Einstellungen vornehmen. Sie sparen Geld und schonen die Umwelt.

Stromspartipps 12: Nachrüsten statt neu kaufen

Die Produktion nur eines PCs mit Monitor verbraucht rund 2.790 Kilowattstunden Energie und setzt damit rund 850 kg Treibhausgase frei. Außerdem werden 1.500 Liter Wasser und 23 Kilogramm verschiedener Chemikalien benötigt. In jedem elektronischen Bauteil stecken meist auch seltene Metalle wie Gold, Silber, Tantal oder Platin. Ihre Förderung belastet die Umwelt und natürliche Ressourcen ebenfalls. Achten Sie beim Kauf eines Computers deshalb darauf, dass er sich aufrüsten lässt, etwa über ausreichende Schnittstellen und austauschbare Komponenten.

Stromspartipps 13: Energiebewusst surfen heißt sparsam surfen

Nur ein Teil des Stromverbrauchs bei der Nutzung des Internets entsteht durch den Gebrauch des PCs und der angeschlossenen Geräte. Einen erheblichen Teil trägt die Netzinfrastruktur bei. Eine Google-Anfrage zum Beispiel verbraucht Schätzungen zufolge durchschnittlich soviel Strom wie eine Energiesparlampe (mit 4 Watt) in einer Stunde.

Stromspartipps 14: Wie groß muss mein Fernseher sein?

Gut zu wissen: Spitzenreiter im Energieverbrauch sind große Plasmabildschirme mit über einem Meter Diagonale und bis zu 600 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr. Zum Vergleich: Effiziente Kühlschränke benötigen rund 100 Kilowattstunden im Jahr oder noch weniger. Für den Strompreis eines Plasma-Fernsehers ließen sich also sechs Kühlschränke gleichzeitig betreiben.

Stromspartipps 15: Die Laufzeit:

Je kürzer die Laufzeit des Stromvertrags, desto besser. Grundversorgungstarife haben immer eine Erstvertragslaufzeit von einem Monat. Damit bleibt man flexibel. Auch Sonderverträge werden mit kurzer Laufzeit angeboten. Die günstigsten Tarife gibt es aber oft nur mit einem Jahresvertrag.

Stromspartipps 16: Die Kündigungsfrist:

Grundversorgungstarife lassen sich immer mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündigen. Das ist optimal und wird zum Teil auch bei Sonderverträgen gewährt. Oft finden sich aber auch Tarife mit Kündigungsfristen von bis zu drei Monaten.

Stromspartipps 17: Die Verlängerung:

Wird nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch. Einige Anbieter verlängern nur um vier Wochen, andere um ein ganzes Jahr. Je kürzer, desto besser.

Stromspartipps 18: Das Sonderkündigungsrecht:

Bei Preiserhöhungen sollte ein Sonderkündigungsrecht bestehen. Je länger die Frist zwischen Benachrichtigung und Inkrafttreten der Preiserhöhung, desto besser, da man mehr Zeit für den Anbieterwechsel hat. Üblich sind vier Wochen.

Stromspartipps 19: Die Preisgarantie:

Eine gewisse Sicherheit bieten Preisgarantien, die für mindestens ein Jahr gelten. Manche Anbieter versprechen den Verzicht auf Preiserhöhungen nur für drei Monate. Mitunter muss die Preisgarantie auch extra dazugekauft werden, etwa bei Teldafax.

Stromspartipps 20: Der Rabatt:

Angebote mit Erstjahresrabatt sind im ersten Jahr zwar günstig, können aber im Folgejahr deutlich teurer sein als andere Tarife.

Stromspartipps 21: Die Zahlungsweise:

Am besten ist eine monatliche Zahlung. Tarife mit Jahresvorkasse sind zwar oft günstig, aber wenn es Probleme gibt, läuft man dem Geld hinterher. Das gilt auch für Kautions- oder Sonderabschlagszahlungen.

Stromspartipps 22: Die Paketangebote:

Der Kauf vorab vereinbarter Strompakete ist nicht empfehlenswert. Wer weniger verbraucht, bekommt nichts zurück. Da lohnt auch Stromsparen nicht. Und bei Mehrverbrauch muss teuer zugekauft werden.

Stromspartipps 23: Die Preise:

Manchmal nennen Tarifrechner falsche Preise oder es handelt sich um Lockvogelangebote, die nur für ein paar Tage gültig sind. Verbindlich ist, was der neue Stromanbieter im Vertrag nennt.

Stromspartipps 24: Die Sonderangebote:

Um Kunden zu halten, machen örtliche Versorger mitunter Sonderangebote, die nicht in Tarifrechnern zu finden sind. Einfach fragen.

Der Strommarkt in Deutschland

Der Strommarkt wird in Deutschland durch vier große Anbieter dominiert, die den Markt regional untereinander aufgeteilt haben und zusammen über einen Marktanteil von deutlich über 80 Prozent verfügen. Folge des bisher nur geringen Wettbewerbs ist eine für Oligopole typische Preispolitik, bei der sinkende Kosten nicht an die Kunden weitergegeben werden. Deutlich wird dieser Trend bei einem Vergleich der jüngsten Strompreisentwicklungen für gewerbliche und private Kunden. Gewerbliche Großabnehmer, die den Markt sehr genau beobachten und ggf. zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln, haben deutlich von den sinkenden Einkaufspreisen für Strom an der Leipziger Strombörse profitiert. Private Kunden, deren Wechselbereitschaft statistisch nur sehr gering ist, sehen sich stattdessen sogar mit steigenden Strompreisen konfrontiert.

Die nahe Zukunft

Großen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Strompreise wird die anstehende Entscheidung über die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken haben. Selbst wenn Fragen der Sicherheit und die noch ungelöste Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle zunächst einmal außer Acht gelassen werden, könnte eine solche Entscheidung die Strompreisentwicklung für private Haushalte negativ beeinflussen. Zwar sinken dadurch die Kosten der Stromerzeugung, aber zugleich wird die marktbeherrschende Stellung der Großanbieter weiter gestärkt. Daher bleibt abzuwarten, ob die Kunden von diesen sinkenden Kosten profitieren. Schon heute ist festzustellen, dass kleine Stromanbieter aufgrund des Wettbewerbs teilweise sogar Ökostromtarife anbieten, die günstiger als die Tarife der Großanbieter für konventionell erzeugten Strom sind. Dass dies trotz der gegenwärtig noch höheren Kosten der alternativen Stromerzeugung möglich ist, zeigt, dass diese Kosten nur begrenzten Einfluss auf die Verbraucherpreise haben.

Die gesetzlichen Regelungen stimmen

Eigentlich spricht nichts dagegen, dass infolge der Liberalisierung des Strommarkts eine ähnliche Entwicklung wie auf dem Telekommunikationsmarkt eintritt, wo ein intensiver Wettbewerb zu drastischen Preissenkungen geführt hat. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür sind geschaffen und eine hinreichend große Anzahl neuer Anbieter mit teilweise deutlich günstigeren Preisen ist mittlerweile auf dem Strommarkt aktiv. Es fehlt aber an der Bereitschaft der Kunden, zu diesen Anbietern zu wechseln. Wenn in Deutschland die Strompreise deutlich überhöht sind, liegt dies nicht zuletzt auch an den Kunden selbst.

Ökostrom

Nicht nur die Tatsache, dass fossile Ressourcen wie Kohle und Öl langsam zur Neige gehen und durch ihre CO2-Emission die Umwelt belasten, sondern dass auch Atomkraftwerke eine große Umweltbelastung darstellen, bringt viele umweltbewusste Verbraucher dazu, auf Ökostrom umzusteigen. Ökostrom bezeichnet die elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wasser, Wind oder Biogas auf eine umweltbewusste Weise hergestellt wird.

Was ist denn Öko?

Mit allen Tarifrechnern lässt sich gezielt Ökostrom suchen. Doch kaum einer erklärt, was dahinter steckt. Da es keine allgemeine Definition für Ökostrom gibt, legt jeder Stromanbieter eigene Kriterien zugrunde. Fragwürdig. Tarifrechner weisen oft auch Fragwürdiges als „Ökostrom“ aus: Angebote etwa, die nur auf RECS-Zertifikaten basieren. Sie nutzen der Umwelt nichts, da sie bislang lediglich vorhandenen Ökostrom umverteilen. Oder Klimatarife, die durch Projekte Kohlendioxid einsparen wollen, aber weiterhin Atom- und Kohlestrom liefern.

Solarenergie

Eine klimafreundliche Elektrizitätsversorgung bietet die Sonne an. Hierbei wird die Sonnenstrahlung mit konzentrierenden Reflektoren (Spiegeln) gebündelt und ein Wärmeträgermedium wie Wasserdampf oder Thermoöl erhitzt. Diese werden zur Dampferzeugung genutzt, der in einem Dampfkraftwerk einer an einen Generator gekoppelten Dampfturbine zugeführt wird. Dieser Generator wandelt dann den Wasserdampf in Strom um. Die Sonne, die noch etwa fünf Milliarden Jahre brennt, stellt somit quasi eine unerschöpfliche Energiequelle dar, die zudem ohne Umweltbelastung nutzbar ist.

Wasserkraft

Bei der Energiegewinnung durch Wasserkraft werden vor allem die kleinen Wasserkraftwerke als ökologisch vertretbar angesehen. Obwohl Kritiker auch diese als nicht ökologisch verträglich bezeichnen. Vor allem der große Drei-Schluchten-Damm am Jangtsekiang in China stellt einen gravierenden Eingriff in das bestehende Ökosystem dar. Bei den Wasserkraftwerken wird die mechanische Energie des Wassers, seine Fließkraft, in Strom umgewandelt. Dies geschieht durch Anstauen des Wassers in einer Stauanlage, das dann abfließt und durch seine Bewegung, die auf ein Wasserrad oder eine Wasserturbine übertragen wird, direkt die Drehbewegung desselben an einen Generator weitergibt, der die Kraft in elektrischen Strom umwandelt.

Windkraft

Bei der Energiegewinnung durch Windkraft wird die kinetische Energie des Windes in Strom umgewandelt. Hierbei wird in einer Windkraftanlage, die aussieht wie eine Windmühle, die Drehbewegung des Rotors, die durch den Wind ausgelöst wird, an einen Generator weitergegeben, der diese in elektrische Energie umwandelt. Es gibt große Windparkanlagen, bei denen mehrere Windenergieanlagen in einer windreichen Region aufgestellt werden. Sie sind vermehrt in die Kritik geraten, da sie sich auf das Landschaftsbild auswirken.

Biogas

Bei der Produktion von Biogas ist vor allem die Landwirtschaft maßgeblich. Zur Herstellung von Biogas eignet sich vor allem Mist und Gülle, Bioabfall, Klärschlamm oder gezielt angebaute nachwachsende Rohstoffe (Energiepflanzen). Vor allem das zu 60% enthaltene Methan ist besonders wertvoll. Meist wird die Verbrennung in Blockheizkraftwerken durchgeführt. Der Generator wird von einer Gasturbine oder einem Gasmotor angetrieben und produziert so den Strom.